Ungefiltert über das Verschenken

Hallo liebe Leser und Nichtlester und selbstverständlich auch die Innen,

ich beginne diesen Eintrag ohne ein tatsächliches Ziel. Ich gehe hier eher einem Bedürfnis nach mich mitzuteilen, sich zu sortieren und auch ein wenig zu zentrieren.

Ich bin, so denke ich, ein Freund ungefilterter Gedanken weil sie reiner sind als das was bleibt wenn man sich selbst zensiert. Dennoch bleibt immer eine Verantwortung. Die Verantwortung zu wissen das was gesagt wird und das was nicht gesagt wird dennoch immer eine Reaktion verursacht. Sich für das Nichts zu entscheiden ist eine Sendung an das Universum wie jede andere Handlung. Was wir nicht übernehmen dürfen, dass ist in meinen Augen die Verantwortung für den jeweiligen Empfänger.

Sei nicht Verantwortlich für das was ein anderer aus deinen Worten und Taten liest. Sein Gedankenkonstrukt wird in der Regel nicht mit deinem übereinstimmen. Sicherlich gibt es Möglichkeiten, die wenn trainiert, dein Gegenüber beienflussen können zu einer Sichtweise oder Handlung, aber von solch Manipulativentechniken schreibe ich gerade nicht.

Der Moment in dem wir beginnen zu akzeptieren wie oder was wir sind, gekoppelt mit dem Mut, des menschlichen Fleischklopps (Sternenstaub, ha! Fleischklöpse sollt ihr sein), uns nach aussen zu offenbaren (achtung dieser Satz wird noch länger!) ist das grösste Geschenk was wir uns selbst und der Welt machen können.

Wie mit diesem Geschenk umgegangen wird, liegt nicht in unserem Einflussbereich. Wie es mit Präsenten so ist gibt es die, die mit einem Strahlen empfangen werden. Genauso gibt es aber auch die, die wie unglückliche Staubfänger schon bald nach dem der Schenker verschwunden ist, in irgendwelchen Schubladen oder in der Mülltonne verschimmeln.

Unser Ego würde sich freuen wenn Geschenke herzlich angenommen werden.
Es verlangt förmlich danach eine Reaktion zu erfahren (und wenn wir ehrlich mit uns sind wünschen wir uns doch auch für unseres eigenens Gutgefühl das wir eine positive Reaktion erhalten).

Tatsächlich ist sich oder etwas verschenken, gekoppelt mit einer Erwartung, das schlechteste was man sich und dem anderen antun kann. Beide Seiten werden zu etwas gezwungen (bewusst oder unterbewusst) – es unterbindet dadurch fast schlagartig das etwas freies wachsen kann…

Verschenkt euch frei – verschenkt ein Lächeln – verschenkt eure Gedanken – verschenkt Tänze oder einfach Zeit miteinander und lasst von Erwartungen ab um danach frei empfangen zu können – auf jegliche Art und Weise.

Ich fühle mich just in diesem Moment in dem meine Finger über die Tastatur fliegen unheimlich bereichert und beschenkt und dieses Geschenk nehme ich Dankbar und in Demut an – Auch in dem Wissen das das Kapitel das sich gerade öffnet mit einem Kapitel einher geht das sich schliesst. Weil manchmal ist freilassen auch ein Geschenk, selbst wenn es sich nicht so anfühlt…

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