Gute Vorsätze

Da bin ich wieder!

Hallo Blog, Hallo liebe Eingeschlafenen und auch die Innen.

Kaum ist ein Jahr rum, fällt einem auch wieder ein das man doch noch einen Blog hat. Also um ehrlich zu sein. Den Spambots ist aufgefallen das ich da noch eine Website habe und teilten mir dies mit erfreulich vielen User Neuanmeldungen mit.

Nun gut. Wenn ich schoneinmal hier bin, dann kann ich auch einen kurzen Beitrag verfassen.

Jedes Jahr so kurz vor der Feiertagen, oder in der Zeit so zwischen den Familientragödien unterm Weihnachtsbaum und der Fressnarkose von Sylvester, nehmen sich Menschen überall auf der Welt neue Vorsätze fürs nächste Jahr vor.

Nicht mehr zu Rauchen (Hat ja wunderbar geklappt)
Mehr Sport zu treiben (Zumindest bin ich im Fitnessstudio angemeldet)
Mach mehr mit Freunden (Wie heisst der Typ da noch auf dem Foto…)
Ein Haus bauen (zählt Lego auch?)

Also diese Neujahrsbucketlist der Prokrastination die so gut wie jeder mindestens einmal in seinem Leben aufgesetzt hat und nach nem Jahr drauf schaut und sich denkt… Joar… kann ich gleich fürs nächste Jahr recyceln.

Faszinierenderweise arbeite ich im Berufsalltag sehr viel mit Listen. Checklisten, To Do Listen, Kapitalisten… Worauf ich hinaus möchte. Das was mich in der Arbeit am Ball hält oder mir meinen Tag strukturiert, funktioniert im privaten Leben null komma manchmal.

Mag ich diese Listen in der Arbeit? Nein, aber sie helfen mir mich an meine Deadlines zu halten. Diesen Stress (der im Job manchmal ganz nützlich ist) nehme ich mir dann also mit in meine Freizeit und stresse mich gleich weiter?

Wenn wir ehrlich sind ist eine Liste mit guten Vorsätzen nichts anderes als der Walk of Shame. Scheisse wieder nicht abgenommen, sondern noch 2 Kilo drauf. Ich wollte mehr spazieren gehen? Nagut zumindest mein Hintergrundbild am Rechner ist ein Waldstück.
Wer Fitnessmagazine liest tut ja auch irgendwie was für den Körper…
Erzeugt das ein positives Selbstwertgefühl? Nä, man kommt sich noch dreckiger vor als ein Schwein in der Jauchegrube.

Aber in unserem gepflegten Zeitalter des Selbstoptimierungswahns wollen wir ja leiden.

Wäre es nicht angebrachter einen Gang runter zu schalten und statt Neujahrsvorsätzen über das kommende Jahr eine Liste von Dingen aufzuhängen über die man sich gefreut hat?

– Muttis Braten aufgefutter bis die Hose geplatzt ist
– Das Buch gelesen was mich schon so lange beschäftigt- Ein Bild gemalt
– In den Bergen wander gewesen

Anstatt eine Liste von Dingen zu denen ich mich verpflichtet fühle, aber weiss das ich sie im zweifelsfall nicht umsetze und mir damit noch Stress antue… Einfach mal aufschreiben für was man dankbar ist oder was einen freut…

In diesem Sinne…
schöne Feiertage – schöne Zeit

 

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